Sicherheitskräfte an Flughäfen: Tarifvertrag unterzeichnet

Mit diesen Worten kommentierte Volker Geyer, Verhandlungsführer und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb, am 12. April 2019 die Unterzeichnung des Tarifvertrags mit dem BDLS (Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen). „Neben der Erhöhung der Gehälter steht nun auch der Fahrplan für die Angleichung der Entgelte zwischen den Bundesländern – das schafft Gerechtigkeit, besonders zwischen Ost und West“, sagte Geyer.

 

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • § 5 LuftSiG (Personenkontrollen): Entgelterhöhung auf 19,01 Euro/Stunde in drei Schritten zum 1. April 2019, 1. Januar 2020 und 1. Januar 2021 in allen Bundesländern
  • §§ 8, 9 LuftSiG (Personal- und Warenkontrolle): Entgelterhöhung auf 17,73 Euro/Stunde in drei Schritten zum 1. Mai 2019, 1. Januar 2020 und 1. Januar 2021 (Ausnahmen: in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf 15,57 Euro/Stunde sowie in Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf 16,90 Euro/Stunde; Ziel ist dort eine möglichst zügige Angleichung an die übrigen Bundesländer)
  • §§ 8, 9 LuftSiG (z.B. Bordkartenkontrolle oder Flugzeugbewachung): Entgelterhöhung auf 16,47 Euro/Stunde in Baden-Württemberg, auf 15,76 Euro/Stunde in München, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, auf 15,48 Euro/Stunde in NRW, 15,43 Euro in Berlin und Brandenburg, 15,33 Euro/Stunde in Rheinland-Pfalz und Saarland, auf 14,22 Euro/Stunde in Bayern (außer München) sowie auf 13,64 Euro/Stunde in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in drei Schritten zum 1. Mai 2019, 1. Januar 2020 und 1. Januar 2021 (die Angleichung zwischen den Bundesländern soll möglichst zügig erfolgen)
  • Service qualifiziert: Entgeltgruppe wird neu eingeführt mit 12,00 Euro/Stunde ab 1. Mai 2019, 12,44 Euro/Stunde ab 1. Januar 2020 und 12,90 Euro/Stunde ab 1. Januar 2021
  • Service: Entgelterhöhung auf 12,32 Euro/Stunde in drei Schritten zum 1. Mai 2019, 1. Januar 2020 und 1. Januar 2021 in allen Bundesländern

 

Zwischen dem Ende der Verhandlungen und der endgültigen Unterzeichnung des Tarifvertrags waren weitere Gespräche – die sogenannten Redaktionsverhandlungen – notwendig, um wichtige Punkte zwischen den Sozialpartnern abschließend klarzustellen. Geyer: „Es war wichtig, dass wir als Gewerkschaften ver.di und dbb uns gemeinsam diese Zeit genommen haben, weil wir hier noch weitere Verbesserungen für die Beschäftigten erreicht haben. Ein Beispiel ist die Besitzstandswahrung bei günstigeren Regelungen in Haustarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder individuellen Arbeitsverträgen. Nun galt es aber, das Verfahren zügig zum Abschluss zu bringen, damit diese Fortschritte auch wirksam werden und den Beschäftigten kein Geld durch Verzögerungen verloren geht.“

Source: DBB

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