Alfred Krause verstorben

Alfred Krause, geboren am 27. Januar 1922 in Gelsenkirchen, war von 1959 bis 1987 Bundesvorsitzender des dbb und prägte in dieser Position eine ganze Epoche in der Entwicklung des öffentlichen Dienstes in Deutschland. Zu den Erfolgen des dbb unter seinem Vorsitz zählen insbesondere die Verbesserung der Einkommen und Pensionen der Staatsbediensteten in den 1960er Jahren, die nach harten Auseinandersetzungen, vor allem mit dem damaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard, durchgesetzt wurden.

 

Im Rahmen der Diskussionen über die Zukunft des öffentlichen Dienstes in den 1970er und 1980er Jahren setzte sich Krause engagiert für die Stärkung des Berufsbeamtentums ein. Die politische und gesellschaftliche Diskussion über Grundsatzfragen des öffentlichen Dienstes förderte er durch die von ihm initiierte und seit 1959 jeweils am Jahresbeginn durchgeführte dbb Jahrestagung mit dem traditionellen politischen Schlagabtausch zwischen dbb Spitze und Bundesinnenministerium. Gewerkschaftlich engagierte sich Alfred Krause seit 1949, zunächst als Mitglied im Betriebs- und Personalrat auf Orts- und Bezirksebene, dann als Mitglied des Hauptvorstandes der Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamten, Arbeiter und Angestellten (GDBA). Von 1951 bis 1959 gehörte Krause als Beisitzer, später als stellvertretender Vorsitzender und schließlich ab 1959 als Bundesvorsitzender dem dbb Bundeshauptvorstand an. Er vertrat den dbb in zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen und Gremien sowie den Selbsthilfeeinrichtungen des öffentlichen Dienstes.

 

Alfred Krause war verheiratet und Vater eines Sohnes. Er war Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und wurde 1993 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt. Krause galt als engagierter Vertreter der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und wurde aufgrund seiner Expertise weit über den dbb hinaus anerkannt. Der dbb wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren und spricht seiner Familie seine aufrichtige Anteilnahme aus.

Source: DBB

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