Dienststellenbesuch beim Hauptzollamt Frankfurt (Oder)

Die Zollbehörde steht u. a. vor der Herausforderung dem demografischen Wandel zu begegnen, denn in den kommenden Jahren werden beim HZA Frankfurt (Oder) überdurchschnittlich viele Beschäftigte ruhestandsbedingt aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Die Maßnahmen zur Personalbindung und –rekrutierung erfolgen zudem in Zeiten komplexer werdender Aufgabenzuwächse. Diese und weitere Themenschwerpunkte erörterte Thomas Liebel mit der Leiterin des Hauptzollamtes, RDin Lauterbach sowie deren Vertreter RR Dr. Cors und weiteren Vertretern/innen des Zollamtes Frankfurt (Oder) – Autobahn sowie der Sachgebiete Kontrollen und Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Zudem kamen ausführliche Gespräche mit den Beschäftigten des HZA Frankfurt (Oder) und des Zollamtes nicht zu kurz.

Demografiestrategie gefordert!

Das HZA Frankfurt (Oder) reiht sich mit seiner besorgniserregenden Altersschichtung in eine zunehmende Anzahl von Zollbehörden ein, deren demografischer Wandel ohne entsprechendes Gegensteuern bei der Personalzuführung mittelfristig die Funktionsfähigkeit einzelner Organisationseinheiten gefährdet. Die besonderen Anforderungen an Beschäftigte im Schichtdienst oder in den waffentragenden Bereichen beschleunigen die ohnehin angespannte Situation. Im Ergebnis braucht es eine Demografiestrategie für die Zollverwaltung, die den Faktor der Altersabgänge bei der Verteilung der Einstellungsermächtigungen von Nachwuchskräften stärker gewichtet. Vor dem Hintergrund der zunehmenden, komplexer werdenden Aufgabenentwicklung des Zolls müssen auch die Weitergabe von Erfahrungswerten und das fachliche Knowhow durch dienstältere Beschäftigte an Nachwuchskräfte mittels Maßnahmen der Personalentwicklung stärker forciert werden. Hierzu bedarf es jedoch einer überfälligen „Verjüngung“ der betroffen Zollbehörden.

Eine weitere Station des Dienststellenbesuchs beim HZA Frankfurt (Oder) war ein Austausch mit den Zöllnerinnen und Zöllnern beim Zollamt Frankfurt (Oder) – Autobahn. Themenschwerpunkt der Diskussionen waren insbesondere die Herausforderungen bei der Gewinnung von ausreichend Personal für den Schichtdienst, die erschwerten Rahmenbedingungen der Dienstverrichtung aufgrund der baulichen Gegebenheiten sowie der dringend erforderliche Neubau der Liegenschaft.

Das HZA Frankfurt (Oder) umfasst mit seinen rund 700 Beschäftigten im IST-Bestand einen Zuständigkeitsbereich von insgesamt 15.480 km² mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 300 km. Die Organisationsstruktur gliedert sich in 5 Sachgebiete und 5 Zollämter. Eine Besonderheit nimmt der Aufgabenschwerpunkt zur Vergütung der Energiesteuer für Betriebe der Landwirtschaft (Agrardieselvergütung) mit einem Antragsvolumen von ca. 56.000 Anträgen pro Jahr ein. Die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität durch die Kontrolleinheiten Verkehrswege erfolgt mittels der Überwachung des europäischen Ost-West-Verkehrs an den Bundesautobahnen, Landstraßen mit Grenzbezug zu Polen. Die Kontrolleinheiten verzeichnen ihre Aufgriffe überwiegend im Bereich des Schmuggels von Tabakwaren, Waffen, Drogen und Pyrotechnik.

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