Wir lassen uns nicht veräppeln!

Damit erhöhen die Gewerkschaften vor der dritten Verhandlungsrunde (ab dem 11. Februar) in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeberseite, ihre Blockadehaltung aufzugeben und mit einem echten Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Auf der gemeinsamen Großkundgebung vor dem NRW-Landtag werden Frank Werneke, Vorsitzender ver.di, sowie Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion als Redner erwartet.

Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di NRW: „Seit Jahren sparen die Länder am Personal, während die Aufgaben wachsen – das ist brandgefährlich. Rund 600.000 unbesetzte Stellen zeigen: Wer den öffentlichen Dienst kaputtspart, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein starker öffentlicher Dienst ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für einen funktionierenden demokratischen Staat.“

Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB NRW: „Ohne konkurrenzfähige Bezahlung verlieren wir die Menschen, die unser Gemeinwesen am Laufen halten. Gute Arbeitsbedingungen sind kein Luxus. Sie sind elementare Voraussetzung für funktionierende Sicherheit und Infrastruktur, Schulen, Kliniken, Finanz- und Justizverwaltungen. Hier steht die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der Verantwortung. Öffentliche Daseinsvorsorge gibt es nicht mit Beschäftigten am Limit, sondern nur mit einer hohen Motivation durch Respekt und gute Entlohnung.“

Ayla Çelik, Vorsitzende GEW NRW: „Die Missstände im öffentlichen Dienst sind real und sie sind Alltag. Wir erleben Personalmangel, überlastete Schulen, unterbesetzte Verwaltungen und Hochschulen im Dauerkrisenmodus. Befristung dort, wo Daueraufgaben erledigt werden. Unterbezahlung dort, wo Verantwortung wächst. Deshalb sage ich:  7 Prozent mehr Gehalt – mindestens 300 € – Das muss drin sein.“

GdP-Landesvorsitzender Patrick Schlüter: „Auf die Polizei und ihre Beschäftigten ist Verlass, auf die Arbeitgeber ganz offensichtlich nicht. Darum machen wir Druck! Darum gehen auch Tarifbeschäftigte der Polizei an diesem Tag in den Warnstreik. Mit Innenminister Reul haben wir eine Notdienstvereinbarung geschlossen, klar ist aber: Durch den Warnstreik wird Arbeit liegenbleiben. Die Arbeitgeber verkennen den Ernst der Lage! Gute Arbeit verdient eine faire Bezahlung – dafür macht sich die GdP stark!“

Veranstaltungsdetails: Dienstag, 10. Februar 2026

Ab 11 Uhr:

Auftaktkundgebung von ver.di NRW, GEW NRW und GdP NRW auf den Rheinwiesen (Oberkassel)Auftaktkundgebung des DBB NRW mit dbb beamtenbund und tarifunion in der Jägerhofstraße neben dem Finanzministerium.

Ab 12 Uhr:

Start der Demonstrationszüge, Vereinigung der Demonstrationszüge Höhe Graf-Adolf-Platz

Ab 13 Uhr:

Gemeinsame Großkundgebung vor dem Landtag auf der Landtagswiese. Es sprechen
Frank Werneke, Vorsitzender ver.di und Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender

Forderungen der gewerkschaftlichen Verhandlungsführer im Einzelnen:

Gute Arbeit verdient eine gute Bezahlung: 7 Prozent, mindestens 300 Euro mehr.Arbeit zu Zeiten, die besondere Flexibilität verlangen oder auch einfach besonders erschöpfend sind, wie Nachtarbeit, verdient einen Ausgleich: Erhöhung der Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte.Die Zukunft des öffentlichen Dienstes seid Ihr und sind vor allem die zukünftigen Beschäftigten: 200 Euro mehr für Auszubildende, Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten sowie die unbefristete Übernahme bei erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

Zudem setzen sich die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen in NRW für eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen ein.

Die Streikaufruf des dbb findet Ihr hier.

​DBB NRW – Beamtenbund und Tarifunion Nordrhein-Westfalen 

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